ROI & ERFOLG

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Build vs. Buy: Warum Eigenentwicklungen im Kundenservice und Sales oft verlieren

Build vs. Buy: Warum Eigenentwicklungen im Kundenservice und Sales oft verlieren

Build vs. Buy: Warum Eigenentwicklungen im Kundenservice und Sales oft verlieren

KI-Plattformen bieten im Kundenservice oft mehr Vorteile als interne Eigenentwicklungen.

Nicolas Bartschat

Nicolas Bartschat ist Gründer und Geschäftsführer der AI CONSULT GmbH. Er berät Organisationen bei der Einführung von KI- und Automatisierungslösungen mit Fokus auf Praxistauglichkeit und messbarem ROI.

KI-Adoption: Markt und Wettbewerb in Bewegung

In der Breite zeigt sich ein klarer Trend. Branchenübergreifend investieren Unternehmen massiv in KI, um ihre Service- und Vertriebsprozesse zu optimieren. Studien zeigen, dass 50 % aller Unternehmen planen, ihre KI-Investitionen im Kundenservice bis 2025 zu verdoppeln (2). In einer Deloitte-Umfrage gaben sogar 78 % der Führungskräfte an, im kommenden Jahr die KI-Budgets weiter aufzustocken (3). Wer jetzt zaudert, während die Konkurrenz KI-gestützte Lösungen ausrollt, verspielt Effizienz- und Kundenzufriedenheits-Potenziale. Frühzeitige KI-Adoption wird zum Wettbewerbsfaktor – sowohl in der Kundenbindung als auch in der Kostenstruktur.

Praxisbeispiel: Erfolgreicher Einsatz einer KI-Plattform

Bedeutende Unternehmen aus Versicherungs- und Telekommunikationsbranche setzen bereits auf spezialisierte KI-Plattformen wie Parloa, um ihren Kundenservice zu transformieren. Ein Blick auf Swiss Life zeigt greifbare Ergebnisse: Seit Einführung eines Parloa-Sprachbots konnte Swiss Life Kundenanrufe um 60 % schneller beantworten. Gleichzeitig erreicht die KI gestützte Routing-Engine eine 96 %ige Treffergenauigkeit bei der Weiterleitung der Anliegen. Die Folge: ein spürbar effizienterer Service-Prozess und entlastete Mitarbeiter, insbesondere in Peak-Zeiten. Dieses Beispiel macht deutlich, welches Potenzial in marktreifen KI-Lösungen steckt – messbare Verbesserungen in Geschwindigkeit, Präzision und Kundenerlebnis. Und Swiss Life ist kein Einzelfall: Auch andere Branchenplayer wie ERGO oder Telefónica berichten von erfolgreich implementierten KI-Agenten, die klassischen IVR-Systemen oder Chatbot-Eigenbauten deutlich überlegen sind (4).

Agentic AI: Neuer Trend erfordert professionelle Plattformen

Der nächste große Schritt in der KI-Evolution steht bereits vor der Tür: Agentische KI (Agentic AI). Damit sind autonome KI-Agenten gemeint, die eigenständig Aktionen ausführen und Entscheidungen treffen können. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat Agentic AI jüngst als Top-Technologietrend 2025 benannt. Prognosen zufolge werden bis 2028 rund 33 % aller Unternehmenssoftware agentische KI enthalten, wodurch mindestens 15 % der täglichen Arbeitsentscheidungen autonom getroffen werden. Dieser Trend birgt enorme Chancen – er bedeutet eine virtuelle Belegschaft aus KI-Agenten, die Mitarbeiter entlasten und Prozesse beschleunigen können (5).

Wichtig dabei: Externe KI-Plattformen sind für diesen Wandel besser gerüstet als interne Insellösungen. Spezialanbieter wie Parloa haben ihre Architektur von vornherein auf die Orchestrierung mehrerer autonomer KI-Agenten ausgelegt. Sie entwickeln kontinuierlich neue Funktionen (etwa Guardrails für sich verselbständigende Agenten oder Low-Code-Tools zur Agentensteuerung) und integrieren die neuesten KI-Modelle. Interne Lösungen tun sich schwer, mit diesem Innovationstempo mitzuhalten. Kurz gesagt: Wer künftig agentische KI einsetzen will, fährt mit einer flexiblen Plattform-Strategie deutlich sicherer.

Warum Eigenentwicklungen ins Hintertreffen geraten

Trotz anfänglicher Reize einer Eigenentwicklung zeigt die Praxis schnell deren Nachteile und Risiken auf, insbesondere im dynamischen KI-Umfeld:

  • Personal- und Know-how-Risiko: Eine eigene KI-Lösung erfordert hochqualifizierte Experten. Die Kosten für Rekrutierung und Bindung solcher Talente sind enorm – und der Wettbewerb um KI-Fachkräfte ist hart (6). Verlassen Schlüsselpersonen das Unternehmen, drohen Know-how-Verlust und Projektstagnation. Die Entwicklung gerät ins Stocken, während ein Anbieter-Team einer Plattform kontinuierlich weiterentwickelt.

  • Fehlender 24/7-Support: Bei einer Inhouse-Lösung muss das interne Team Wartung, Updates und Troubleshooting neben dem Tagesgeschäft stemmen. Dedizierte Unterstützung oder regelmäßige Verbesserungen „out of the box“ gibt es nicht. Externe Plattformanbieter hingegen bieten Support-Teams, Service-Level-Agreements und laufende Weiterentwicklung als Teil des Pakets – das entlastet die eigene IT spürbar (6).

  • Technische Schulden und Innovationsstau: Eigenentwicklungen laufen Gefahr, durch schnelle Technologiezyklen zu veralten. Was heute State-of-the-Art ist, kann in wenigen Monaten überholt sein. Updates und neue Features müssen intern erst entwickelt werden – ein zeitaufwendiger Prozess, der technische Schulden anhäuft. Spezialisierte Plattformen hingegen liefern kontinuierliche Updates für alle Kunden aus und integrieren Best Practices sofort. Unternehmen profitieren von neuen KI-Funktionen, ohne selbst von vorn anfangen zu müssen.

Kurzum: Die Entscheidung Build vs. Buy fällt im Bereich Conversational AI zunehmend zugunsten von Buy (also fertigen Plattformlösungen) aus. Die Time-to-Market ist bei Eigenbau deutlich länger – während interne Teams noch Grundlagen programmieren, erzielen Wettbewerber mit etablierten KI-Plattformen bereits Ergebnisse und lernen aus realem Kundenfeedback.

Fazit: Jetzt die Weichen stellen

Die Botschaft ist klar: Wer in Kundenservice und Vertrieb künftig erfolgreich sein will, muss jetzt auf skalierbare, bewährte KI-Plattformen setzen. Eigenentwicklungen mögen Autonomie versprechen, bedeuten aber oft unnötige Verzögerungen, hohe Kosten und versteckte Risiken. Angesichts des rasanten KI-Fortschritts (Stichwort Agentic AI) und der Dynamik im Markt gilt: Wer jetzt nicht handelt, überlässt der Konkurrenz das Feld.

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